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12. Mai 2015 Sparkasse, Videos

Dr. Ulrich Kater im Interview

Der Chef-Volkswirt der DekaBank, Dr. Ulrich Kater, sprach auf einer Veranstaltung der Sparkasse Hanau zum Thema „Zinslos glücklich“, zu der rund 600 Gäste ins CPH nach Hanau gekommen waren.

Eine zu hohe Kreditaufnahme im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung und damit ein immenser Schuldenaufbau in den vergangenen 20 Jahren, insbesondere in den USA: Das ist für Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, der wichtigste Grund für die derzeitige Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Dr. Ingo Wiedemeier, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau, begrüßte die Gäste. Derzeit fragen sie viele Anleger, wie Vermögen gebildet oder angelegt werden soll. So sind die Renditen deutscher Staatsanleihen bei Laufzeiten von unter acht Jahren negativ. Hingegen befinde sich der DAX weiter auf einem Höhenflug. In dieser Situation sei ein Gespräch mit dem Kundenberater unerlässlich, so Wiedemeier.

Kater analysierte in seinem Vortrag zunächst die derzeitige Lage im Euro-Raum. Er sieht den Euro-Raum stabiler an als vor drei Jahren – trotz Griechenlandkrise. „Der mögliche Austritt Griechenlands aus dem Euro hat eher politische Bedeutung und ist weniger eine Gefahr für die Finanzmärkte“, erklärte Kater. Auch die Folgen eines Austritts träfen eher Griechenland als die übrigen Länder der Euro-Gruppe.

Kater beleuchtet auch die Hintergründe für die heutige Niedrigzinssituation. Seit den 1990er Jahren steige das Kreditvolumen der Konsumenten, Staaten und Unternehmen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung stark an. Dies betreffe insbesondere die USA und weniger Deutschland. „Die Deutschen haben ja ein eher gespaltenes Verhältnis zum Kredit“, so Kater.

Die Lage spitzte sich dann 2008 zu, als es zur Krise auf dem US-Wohnungsmarkt kam und in der Folge zur Finanz- und Eurokrise.

Am nun beschrittenen Weg der Rückführung der Schulden führe kein Weg vorbei. „Das geht nicht von heute auf morgen und die EZB kann diesen Altlasten nur mit niedrigen Zinsen begegnen“, machte Kater klar. Dies stabilisiere die Schuldner, allen voran Staaten, Unternehmen und Konsumenten, und erleichtere den Schuldendienst. Dann werde es langfristig auch wieder steigende Zinsen geben. „Allerdings wird dies noch lange dauern und das Vermögen wird bis dahin weiter schleichend abnehmen. Der Realzinsverlust wird uns noch eine Weile begleiten“, dämpfte Kater die Euphorie.

Der Chefvolkswirt riet dem Publikum, Vermögenswerte breit zu streuen und auch Aktien, Immobilien und Rohstoffe mit einzubeziehen, um langfristig eine angemessene Rendite zu erzielen. Eine Anlagemöglichkeit ist der Sparkasse Hanau Grimmfonds, den das Institut gemeinsam mit der DekaBank exklusiv aufgelegt hat und der ab 1. April nur über die Sparkasse Hanau erworben werden kann. Der Sparkasse Hanau Grimmfonds ist ein vermögensverwaltender Fonds, der aussichtsreiche und Erfolg versprechende Mischfonds des Gesamtmarktes in nur einer Einzelanlage bündelt.

Allgemein sollten Aktienpositionen durch regelmäßiges Ansparen über einen Zeitraum von drei Jahren aufgebaut werden und langfristig – mindestens zehn Jahre – im Portfolio verbleiben. Mit der Einstiegssteuerung kann der Anleger Schritt für Schritt in ein Fondsprodukt einsteigen und so das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunktes reduzieren. Grundsätzlich gilt: „Mit Aktien sollte man sich an Unternehmen beteiligen, nicht spekulieren“, schloss Kater seine Ausführungen.

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