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7. November 2016 Wertpapiere und Börse

Geldanlage in Wertpapieren gewinnt an Bedeutung

Die Sparkasse Hanau hat in einem Anlageforum einen Blick auf die aktuelle Situation an den Kapitalmärkten geworfen und Anlagealternativen in einer „Welt ohne Zinsen“ aufgezeigt.

Dr. Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau, erklärte, dass derzeit der EU-Austritt Großbritanniens sowie der Ausgang der amerikanischen Präsidentenwahl die Entwicklung auf den Aktienmärkten beeinflusse. Dennoch bleibe die Grundstimmung weiterhin positiv aufgrund steigender Unternehmensgewinne sowie den Leitzinserwartungen in den USA und der anhaltenden expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Zudem sei in absehbarer Zeit von der EZB keine Abkehr von der derzeitigen Nullzinspolitik zu erwarten. Verschärft werde der Wertverlust bei Spar- und Tagesgeldern durch die nun anspringende Inflation, die sich im Jahr 2017 schätzungsweise zwischen eins und 1,5 Prozent einpendeln werde. Daher gewinne der Stellenwert von Geldanlagen in Aktien immer mehr an Bedeutung. „Die Dividendenrendite des Deutschen Aktienindex liegt derzeit bei 3,3 Prozent, 10-jährige Bundesanleihen rentieren aktuell mit 0,15 Prozent“, erklärte Wiedemeier.

Hermann Köck, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hanau, präsentierte in seinem Vortrag als Anlagealternative den Mischfonds DJE Zins & Dividende, der das Ziel verfolgt, in jeder Marktlage Wertzuwächse zu realisieren (Absolute-Return-Gedanke). Der Fonds versucht dies durch differenzierte Gewichtung der Assetklassen Anleihen und dividenden- und substanzstarke Aktien zu erzielen.

Eine weitere Alternative ist der Wohnimmobilienfonds „Catella Wohnen Europa“, der hauptsächlich in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Skandinavien investiert. Der Fokus liegt hierbei auf modernen und bezahlbaren Wohnungen mit stabilem Kapitalfluss. Eine Risikostreuung soll durch den Ankauf von Einzelobjekten in verschiedenen Märkten sowie einem gleichmäßigen Aufbau des Portfolios erreicht werden. Die Mindestanlagesumme liegt bei 50.000 Euro und es wird mit einer Rendite von drei bis vier Prozent pro Jahr gerechnet.

Auch bieten Fremdwährungsanleihen derzeit gute Renditen, beispielsweise in US-Dollar. So rentieren 10-jährige US-Staatsanleihen bei 1,8 Prozent, während 10-jährige Bundesanleihen nur bei 0,15 Prozent liegen.

Zum Abschluss des Vortragsabends informierte Michael Klieber, Abteilungsleiter Internationales Geschäft, über das Edelmetallgeschäft der Sparkasse Hanau. Interessenten können derzeit Gold, Silber, Platin und Palladium bei der Sparkasse erwerben. Die höchste Nachfrage besteht weiterhin nach Gold.

Klieber wies darauf hin, dass die Inflationsrate oder die Entwicklung an den Aktienmärkten den Goldpreis kaum beeinflussen. Hingegen prägen geopolitische Krisen deutlich die Höhe des Goldpreises, wie die Phase des arabischen Frühlings oder die Griechenland-Krise gezeigt haben.

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