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7. Juni 2017 Aktuelles, Fragen und Antworten

Was unterschreiben Sie da auf dem Kassenbon?

Wenn wir einen Vertrag unterschreiben, lesen wir selbstverständlich das Kleingedruckte. Das findet sich auch auf  Kassenbons, wenn wir mit Girocard zahlen. Lesen Sie nie? Sollten Sie aber.

Der Kassenbon: Das steht drauf

Das Kleingedruckte auf einem Kassenbon besteht meistens aus vier Punkten:
1. Die Einzugsermächtigung: Hier stimmen Sie zu, dass der Betrag von Ihrem Konto eingezogen wird.
2. Die Abwicklung einer Rücklastschrift: Ihre Bank bucht Lastschriften zurück, wenn sich Ihr Konto im Minus befindet. Dann darf Sie auch Ihre Adresse an die Händler weitergeben.
3. Die Sperrdatei: Wenn eine Rücklastschrift entsteht, werden Sie dort aufgenommen, bis der Betrag von Ihnen ausgeglichen wird.
4. Der Eigentumsvorbehalt des Händlers: Solange die Ware nicht bezahlt ist, gehört sie rein rechtlich ihm.

Die Einzugsermächtigung

Ihnen ist sicherlich aufgefallen, dass Sie bei einem Einkauf Ihre PIN eingeben und bei einem anderen Einkauf auf dem Kassenbon unterschreiben. Das kommt so: Auf dem deutschen Markt gibt es zwei elektronische Bezahlverfahren. Geben Sie Ihre PIN-Nummer ein, läuft die Zahlung über das „Electronic Cash“-Verfahren. Das funktioniert in Prinzip wie das Bezahlen Ihrer Rechnungen über Online-Banking oder das Abheben am Geldautomaten. Der Händler bekommt aufgrund Ihrer PIN-Eingabe eine Zahlungsgarantie Ihrer Bank. Wenn Sie unterschreiben, nutzen Sie das „Elektronische Lastschriftverfahren“. Mit Ihrer Unterschrift erlauben Sie dem Händler, den Betrag per Lastschrift von Ihrem Konto einzuziehen. Außerdem geben Sie Ihrer Bank die Erlaubnis, Ihre Adresse an den Händler weiterzugeben, falls er den fälligen Betrag nicht von Ihrem Konto einziehen kann. Das passiert immer dann, wenn Ihr Konto nicht gedeckt ist.

Die sogenannte Sperrdatei

Falls Sie einmal nicht zahlen können, haben Sie die Zustimmung dafür gegeben, dass Ihre Daten in der Sperrdatei vorübergehend gespeichert werden. Das kann dazu führen, dass Sie in Zukunft in einigen Geschäften nicht mit dem Elektronischen Lastschriftverfahren zahlen können. Das „Electronic Cash“-Verfahren funktioniert bei ausreichender Deckung weiterhin. Sollten Sie Ihre Rücklastschrift begleichen, wird der Eintrag in der Sperrdatei wieder gelöscht und die Zahlung über das Elektronische Lastschriftverfahren funktioniert wieder wie gewohnt. Einige Händler verkaufen auch die Forderung an Inkasso-Büros, sodass weitere Gebühren fällig werden.

Und beim nächsten Mal: Augen auf! Ihren Arbeitsvertrag unterzeichnen Sie ja auch nicht, ohne ihn vorher zu lesen. Sie sollten immer gut wissen was Sie unterzeichnen. Denn auch ein Kassenbon stellt durch Ihre Unterschrift eine vertragliche Verbindlichkeit dar. Rechtlich gesehen gehört die Ware dem Händler, bis Sie bezahlt haben.

Quelle: sparkasse.de

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