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10. Mai 2017 Aktuelles, Die eigenen vier Wände, Sicherheit

Unwetterschaden, was nun? Das sollten Sie beachten.

Checkliste: Was tun nach einem Unwetterschaden?

Schäden an Gebäuden durch Naturereignisse lassen sich nicht vermeiden. Doch wenn es zum Schaden kommt, stellt sich nun die Frage, was ist als erstes zu tun? So sehen die Erstmaßnahmen aus: Versicherung informieren, Schäden dokumentieren, Schaden mindern und Folgeschäden vermeiden.

Versicherung informieren
Kommt es bei Ihnen durch Überschwemmungen, Sturm oder Hagel zu einem Schaden, müssen Sie uns den Schaden unverzüglich melden. Hierzu können Sie Ihren Berater vor Ort ansprechen oder den Schaden bei uns telefonisch melden. Darüber hinaus ist eine Schadenmeldung auch über das Internet auf unserer Homepage www.sparkassenversicherung.de möglich. Ihre Meldung sollte möglichst detailliert die Schäden nach Art und Umfang schildern. Wichtig ist für uns auch, ob und welche Schäden neben dem Gebäude selbst, möglicherweise an der Inneneinrichtung, eingetreten sind – etwa, ob der verklebte Teppich- oder Parkettboden ebenfalls betroffen ist.

Schäden dokumentieren
Bitte denken Sie zudem daran, alle wesentlichen schadhaften Stellen sowie die örtliche Situation an Ihrem Gebäude, insbesondere bei Wasserschäden wo und wie das Wasser in das Gebäude eingedrungen ist zu fotografieren. Diese Dokumentation ist wichtig, damit wir als Versicherer den Schaden später auch nachvollziehen können. Dazu gehört übrigens auch, dass außer zur Schadenminimierung zunächst keine Veränderungen an der Schadenstelle vorgenommen werden dürfen. Beschädigte Teile bewahren Sie bitte auf, damit wir diese entsprechend bei Bedarf begutachten können. Dabei erleichtert es sehr die Arbeit, wenn Sie auch Gegenstände, die entsorgt werden müssen, wie etwa durchnässte Böden oder eine zerstörte Heizung, durch aussagefähige Fotos dokumentieren. Halten Sie sofern möglich Typen oder Fabrikatsschilder und die Anschaffungsbelege der zerstörten Sachen bereit. Sie beschleunigen die Bearbeitung, wenn sie uns konkrete Angaben machen über Art und Größe der beschädigten oder zerstörten Gebäudeteile wie:

  • Welche Geschosse wurden beschädigt, z. B. Kellergeschoss oder Erdgeschoss?
  • Wie hoch stand das Wasser im Gebäude? Welche Nutzung hatten die betroffenen Räume (Lager, Wohnung, Garage)?
  • Welche Bodenbeläge sind betroffen (Parkett, Teppichboden, Fließen)?
  • Wie viel Quadratmeter wurden beschädigt (Fußböden/ Wände)?
  • Sind Schadstoffe ausgetreten wie Heizöl?
  • Wurde Gebäudezubehör beschädigt wie die Heizungsanlage?

Schaden mindern
Nehmen Sie – außer zu Zwecken der Schadenminderung – keine Veränderungen der Schadenstelle vor, bevor Sie nicht mit uns gesprochen oder eine schriftliche Nachricht von uns erhalten haben. Unbedingt notwendige Schadenminderungsmaßnahmen können Sie sofort einleiten. Der Umfang des Schadens hängt davon ab, dass Sie hier sofort die richtigen Maßnahmen treffen. Versuchen Sie deshalb, den Schaden so gering wie möglich zu halten, indem Sie

  • eingedrungenes Wasser sofort auspumpen (hier kann Ihnen die Feuerwehr helfen),
  • bei gefährdeten elektrischen Anlagen und Geräten die Stromzufuhr unterbrechen,
  • für eine ausreichende Belüftung der geschädigten Räume sorgen,
  • Holztüren vor aufziehendem Wasser z. B. durch Aushängen oder Auslagern schützen,
  • Teppichböden sofort absaugen und darauf stehende Möbel entfernen, Sockelleisten ausbauen,
  • Estriche genügend austrocknen lassen, ggf. Trocknungsgeräte einsetzen. Hier hilft Ihnen unser Netzwerk von spezialisierten Fachfirmen.
  • bei Sturm- und Hagelschäden Planen an undichten Stellen des Daches anbringen und die Fenstern nach einem Sturm provisorisch Abdichten

Folgeschäden vermeiden
Sie sollten versuchen, Folgeschäden so gering wie möglich zu halten. Sollte ein Sturm Dach oder Fenster beschädigt haben, versuchen Sie provisorisch zu flicken, etwa durch Anbringen einer Plane oder durch Bretter. Es geht darum, dass durch ein Loch im Dach oder zerstörte Fensteröffnungen möglichst kein Regenwasser ins Haus eindringen und weiteren Schaden anrichten kann. Selbstverständlich sollten Sie dabei keine waghalsigen Reparaturen ausführen, sondern – soweit es sicher ist – lediglich provisorisch abdichten, um Folgeschäden zu minimieren. Die Feuerwehr hilft hier im Ernstfall. Begutachten Sie nach einem Sturm unbedingt auch die Außenanlagen und Bäume. Sind womöglich Äste an- oder abgebrochen? Liegen womöglich abgerissene Dachrinnen im Weg und gefährden andere? Räumen Sie auf, um andere zu schützen.

Bei einer Überschwemmung muss das Wasser möglichst schnell beseitigt und die betroffenen Bereiche getrocknet werden. Die Kosten für das Abpumpen und die Trocknung übernimmt selbstverständlich die Gebäudeversicherung. Hier finden Sie eine Checkliste der Erstmaßnahmen nach einer Überschwemmung. Für Unwetterschäden an Fahrzeugen steht Ihnen unsere Schadenhotline zur Verfügung.

 

Checkliste: Erstmaßnahmen nach einer Überschwemmung

  • Informieren Sie sofort Ihre Versicherung über den Schaden.
  • Markieren Sie erreichte Wasserstände und dokumentieren Sie den Schaden.
  • Minimieren Sie den Schaden beispielsweise durch Abpumpen des Wassers, Reinigung und Trocknung des Gebäudes und der durchnässten Einrichtung.
  • Prüfen Sie elektrische Geräte, bevor Sie diese wieder in Betrieb nehmen. Entsorgen Sie zerstörte oder beschädigte Dinge erst nach Rücksprache mit Ihrem Versicherer.
  • Beauftragen Sie Fachfirmen mit der Reparatur nicht ohne vorherige Abstimmung mit Ihrem Versicherer.
  • Lüften, säubern und trocknen Sie die betroffenen Räume gründlich. Teppiche, saugende Dämmstoffe, Holzverkleidungen und andere die Feuchtigkeit haltende Materialien sollten dazu in der Regel entfernt werden. So minimieren Sie auch das Risiko des Schimmelbefalls, denn Schimmel braucht Feuchtigkeit.

Quelle:
https://www.sparkassenversicherung.de/content/privatkunden/service/magazin/wohnen/verhalten-nach-unwetterschaden/

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