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24. Oktober 2017 Aktuelles, Fragen und Antworten, Unser Engagement

Vermögensbarometer 2017

Der Niedrigzinsphase zum Trotz: Die Deutschen sind mit ihren Finanzen mehrheitlich zufrieden. 59 Prozent, so das Ergebnis des Vermögensbarometers 2017, bewerten ihre finanzielle Situation mit „gut“ oder „sehr gut“. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Finanzkrise 2007. Damals gaben 47 Prozent diese Antwort. Dennoch geben die niedrigen Sparzinsen Grund zur Sorge.

Sparzinsen sind Grund zur Sorge

Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Menschen, die sich Sorgen machen, tun dies aufgrund des aktuellen Zinsniveaus und der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Auf die Frage, wie wichtig es sei, dass die Zinsen wieder steigen, antworteten 64 Prozent der Befragten mit „wichtig“ oder „sehr wichtig“.

 

 

Hier gibt es jedoch Unterschiede. Für 29 Prozent der 14- bis 29-Jährigen ist die Zinssituation kein Grund zur Sorge wenn es darum geht, Rücklagen für später zu bilden. Das ist erstaunlich, da sie bei aktuell niedrigen Zinsen im Vergleich zu früheren Generationen bei der Altersvorsorge deutlich geringere Werte erwarten dürfen. Unter allen Befragten liegt der Wert dagegen bei rund 25 Prozent.

Gar keine Vorsorge treffen sogar rund 23 Prozent der Befragten. Hier stellen die 18- bis 29-Jährigen mit 36 Prozent die größte Gruppe. Mehr als die Hälfte von ihnen gibt an, nicht genug Geld zu haben, um davon fürs Alter vorzusorgen.

Sicherheit durch Immobilien

Geht es um die beliebteste Form der Geldanlage, ist für die Mehrheit der Deutschen (54 Prozent) die selbstgenutzte Immobilie klar der Favorit – allerdings mit fallender Tendenz im Vergleich zum Vorjahr (59 Prozent). Hier scheinen die steigenden Immobilienpreise die Laune zu dämpfen. Im Zehn-Jahres-Vergleich dagegen konnten Immobilien um 27 Prozentpunkte zulegen. Hier – wie auch bei Platz 2, der fremd genutzten Immobilie – geht es den Befragten klar um Sicherheit, weniger um Rendite.

Die Lebensversicherung, 2007 noch klar an der Spitze, hat innerhalb von zehn Jahren um zwei Drittel an Beliebtheit verloren (66 zu 24 Prozent). Ähnlich sieht bei der Rentenversicherung aus (von 47 auf 24 Prozent).

Zufriedenheit im Norden am höchsten

Das Vermögensbarometer deckt auch regionale Unterschiede auf. So betrachten sich 67 Prozent der Menschen aus Hamburg als finanziell gut gestellt. Damit liegen sie im Deutschland-Vergleich an der Spitze.

Am anderen Ende der Skala liegen die Brandenburger. 48 Prozent der Menschen dort sieht die eigene finanzielle Lage als „gut“ oder „sehr gut“. Die Bayern und Baden-Württemberger erreichen mit je 59 Prozent einen guten Mittelplatz.

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